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Zeitzeichen: Handys als Grabbeigabe

 

Was im antiken Ägypten die Schmuckbeigabe erfüllte, ist im zeitgenössischen Hollywood das Handy…

(Wien, 22.12.2008) In den USA zeichnet sich derzeit ein neuer Trend in der Bestattungsbranche ab. Laut Nachrichtenportal Newsvine  ist es  in Hollywood mittlerweile Usus, dass Verstorbene sich gemeinsam mit ihren technischen Lieblingsstücken begraben lassen.

Ein makaberer Trend 
"Es scheint, als ob jeder, der derzeit stirbt und unter 40 Jahren alt ist, sein Handy mit ins Grab nehmen will", erklärt Noelle Potvin, Serviceberaterin beim in Hollywood ansässigen Bestattungsunternehmen Hollywood Forever. BlackBerrys, Game Boys und iPods seien nur einige der Beispiele für die zunehmend gewünschten Grabbeigaben. Der Hintergrund zu diesem neuen Trend ist schnell erklärt: Viele Leute glauben, dass ein Handy die Persönlichkeit seines Besitzers sehr gut widerspiegelt und deshalb einen wichtigen Teil des eigenen Vermächtnisses des Verstorbenen darstellt.


Klingelton aus dem Jenseits    
                                                                
Grabbeigaben sind bereits seit der Steinzeit ein wesentlicher Teil der Bestattungskultur des Menschen. Meistens handelt es sich dabei um wichtige Gegenstände aus dem Leben des Verstorbenen, die ihm entweder im Jenseits von Nutzen sein sollen oder von Angehörigen als eine Art Gruß auf den letzten Weg mitgegeben werden.

Noch eine Hinweis: Die Bestattungsart entscheidet über die Möglichkeit zur Grabbeigabe. Während klassische Erdbestattungen Beigaben von technischen Gadgets, ist dies bei Feuerbestattungen nicht möglich - Beigaben werden noch vor dem  letzten Gang entfernt.

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