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Roaming: Mobilfunker warnen vor Negativ-Folgen

 

Eine Studie besagt: EU-Roaming-Regulierung gefährdet Telekommunikations-Standort Österreich.

(Wien, 6.11.2008) Die von der EU festgesetzten Preisobergrenzen für Sprach-Roaming machen den heimischen Mobilfunkern schwer zu schaffen. Die drei größten österreichischen Mobilfunkbetreiber Mobilkom Austria, T-Mobile Austria und Orange haben EBITDA-Einbußen in Höhe von 81,5 Millionen Euro zu beklagen, das besagt zumindest eine Studie des Telekommunikationsexperten Jörn Kruse von der Helmut-Schmidt-Universität Hamburg. Die Rückgänge haben demzufolge auch direkten Einfluss auf die Investitionsbudgets dieser Betreiber: Im ersten Halbjahr 2008 sind diese im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 41,2 Prozent  auf 128,3 Millionen Euro gesunken.

Umsätze fallen
Die von der EU-Kommission prognostizierten Nutzungssteigerungen durch Preissenkungen sind laut der Studie nicht eingetreten. Der Durchschnittspreis pro Roaming-Minute (für aktive und passive Gespräche) ist um jeweils 43 Prozent gesunken, die drei Betreiber verzeichneten bei den aktiven Roaming-Minuten Zuwächse von 3,7 Prozent, bei den passiven Minuten 10,3 Prozent. Die Preissenkungen konnten nicht durch mehr Telefonate kompensiert werden. Seit Einführung der Preisobergrenzen für Sprach-Roaming sind die Umsätze der drei Netzbetreiber aus aktiven Roaming-Minuten im Vergleich zum Vorjahr um 41,4 Prozent gesunken. Bei den passiven Roaming-Minuten betragen die Einbußen 37,4 Prozent. Die drei Mobilfunkbetreiber warnen daher vor massiven Negativ-Folgen für den Telekommunikations-Standort Österreich, wenn weitere von der EU-Kommission angekündigten Maßnahmen zur Regulierung von Roaming umgesetzt werden.

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Reaktionen auf diesen Artikel

Die Tränen...
treibt es mir in die Augen... Große Unternehmen wie T-mobile mit eigenen Netzen haben derart geringe Kosten pro Minute, dass sogar der EU-Roamingpreis noch überhöht ist.
Orange wird wohl auch nicht in die Armutsfalle laufen und bei der Mobilkom sind im Inland sowieso die höchsten Preise von allen Anbietern fällig.
Vielleicht sollte man einmal den Service verbessern und erst dann wieder neu zu jammern beginnen.
  Kurt - 2008-11-07
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