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Wiener gegen Handyverbot in Öffis

 

Die Mehrheit der Wiener Bevölkerung spricht sich gegen ein Handy-Verbot in öffentlichen Verkehrsmitteln aus. Lange Gespräche in U-Bahn und Co werden aber vermieden.

(Wien, 3.11.2008) Wiener verhalten sich im öffentlichen Raum sehr pragmatisch im Umgang mit dem Handy. Dies besagt die aktuelle "Social Impact Studie 2008" der Mobilkom Austria. Um andere nicht zu stören, halten sich 60 Prozent der Wiener Bevölkerung bei privaten Gesprächen kürzer, bei beruflichen Belangen sind es 55 Prozent. Allerdings sind nur 31 Prozent bei privaten Gesprächen bereit, diese auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben (bei beruflichen Telefonaten 36 Prozent).

Gegen Handyverbot in Öffis
Von Handyverboten in öffentlichen Verkehrsmitteln halten die Wiener wenig. 69 Prozent sprechen sich gegen ein Verbot in Straßenbahnen und Autobussen, 68 Prozent sind gegen eine Untersagung in U-Bahnen. Allerdings sind 71 Prozent der Befragten weiterhin mit einem Verbot in Flugzeugen einverstanden. Bereits bestehende Verbote (88 Prozent) werden als positiv bewertet, die Wiener denken dabei in erster Linie an Krankenhäuser (36 Prozent), Arzt und Ordination (24 Prozent), sowie Kirchen (22 Prozent) und Theater (25 Prozent).

Lautlos-Funktion am Vormarsch
Bei kulturellen Veranstaltungen schalten in Wien immer noch mehr Menschen ab (44 Prozent) als auf "lautlos" (40 Prozent) umzustellen. Dies gilt auch für Kirche und Begräbnis - 50 Prozent schalten das Handy ab, 34 Prozent nutzen die Lautlos-Funktion. In allen anderen Lebenslagen wird das Handy gar nicht deaktiviert oder lautlos bevorzugt. Im Restaurant stellen 44 Prozent ihren Klingelton ab und nur elf Prozent schalten das Handy ab. In öffentlichen Verkehrsmitteln aktivieren 19 Prozent die Lautlos-Funktion und nur fünf Prozent drehen das Mobiltelefon ab. Auch bei Treffen mit Freunden lassen 70 Prozent der Wiener ihr Handy an, bei beruflichen Besprechungen schalten 55 Prozent auf lautlos und 22 Prozent drehen es überhaupt ab.

Zur Studie
Im Auftrag von Mobilkom Austria untersuchte das Markt- und Meinungsforschungsinstitut GfK Austria bereits zum neunten Mal das Verhalten der österreichischen Handynutzer. Dabei wurden im Zeitraum von Juli bis August über 1.100 Handy-Besitzer ab zwölf Jahren befragt.

 

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