Partner

SAP blickt pessimistisch auf 2009

 

Der Software-Giganten SAP ist in die Krise geschlittert: Der Mitbegründer Hasso Plattner gibt Chaos im Unternehmen als Folge der Finanzkrise zu.

(Wien, 29.12.2008) Laut deutschem Nachrichtenmagazin "Spiegel" steht das Unternehmen in einer deutlichen Krise und hat bereits eine Milliarde Euro verloren.

Der Mitbegründer des deutschen Softwarekonzerns Hasso Plattner sieht das  Jahr 2009 sehr pessimistisch. "Schlimmer als schlechte Aussichten sind gar keine. Es herrscht totaler Nebel. Wir haben keine Ahnung mehr, wie es weitergeht", sagte der Multimilliardär kürzlich dem "Spiegel".

Wertverlust der eignen Aktien
Plattner selbst hat in den vergangenen Monaten allein durch den Wertverlust seiner eigenen SAP-Aktien über eine Milliarde Euro verloren. Das seien aber  "erst mal nur Papierwerte". Die meisten Sorgen gelten zurzeit der Stiftung, die unter anderem in Potsdam ein Universitäts-Institut finanziert und mit SAP-Aktien unterlegt ist.

Negative Schlagzeilen in Österreich 
Noch Anfang Dezember zwang ein Kundenaufstand SAP Österreich in die Knie.  Die Walldorfer wollten laufende Verträge mit Standardwartung zwangsweise in teurere Premiumserviceverträge umwandeln Der massive Aufstand Reihe österreichischer Unternehmen brachte den Erfolg. Zu der Gruppe der Aufständischen gehörten Miele, Bitburger, OMV, Mobilkom Austria, AT&S, Mediaprint,  Krombacher, Gerolsteiner, Krones, Jenoptik und einige andere. Insbesondere der Mittelstand reagierte empfindlich auf die Zwangsmaßnahme.

Als Resultat des Protests wird die Standard-Wartung vorerst bei 17 Prozent der Lizenzgebühren bleiben. Ab 2010 könnte SAP die Gebühr anheben. Ob sich bis dahin die Stimmung im Mittelstand normalisiert, bleibt abzuwarten.

( )


Es wurden noch keine Reaktionen in diesem Forum eingegeben.
Reaktionen auf diesen Artikel



Google Suche

Newsletter
Weitere Artikel