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Research in Motion steigert Umsatz

 

Der Blackberry-Hersteller Research in Motion (RIM) hat seinen Umsatz trotz des schwierigen Konsumumfelds um 66 Prozent gesteigert.

(Wien, 19.12.2008) Der Blackberry-Hersteller Research in Motion Ltd. (RIM) hat seinen Umsatz trotz des schwierigen Konsumumfelds deutlich gesteigert. Mit 2,78 Milliarden Dollar (1,99 Milliarden Euro) lagen die Erlöse im abgelaufenen Quartal 66 Prozent über dem Niveau ein Jahr zuvor, wie das kanadische Unternehmen am Donnerstag nach Börsenschluss mitteilte. Schub brachte die Einführung von zwei neuen Smartphone-Modellen, die auf reges Kundeninteresse stießen. Auch mit dem Umsatzausblick für das vierte Quartal übertraf Research in Motion die Erwartungen der Analysten.

Palm enttäuschte
Negative Nachrichten gab es dagegen vom Wettbewerber Palm Inc. Er fand deutlich weniger Kunden für seine Smartphone- Modelle Treo und Centro und erlitt einen Umsatzeinbruch um 45 Prozent. Die Konkurrenz von RIM und dem iPhone-Anbieter Apple macht Palm immer mehr zu schaffen. Per Saldo fuhr das Unternehmen einen Verlust von 506,2 Millionen Dollar ein, auch weil die Steuerbelastung stieg. Palm schrieb damit das sechste Quartal in Folge rote Zahlen. Die Tendenz weist dabei abwärts: Vor einem Jahr hatte das Minus noch bei 8,85 Millionen Dollar gelegen.

Strategie ging auf
Für Research in Motion zahlte sich die Strategie aus, neben der Zielgruppe von Managern auch ein breiteres Publikum anzusprechen. Das Unternehmen entwickelte dazu die Blackberry- Modelle Bold, das seit vergangenem Monat in den USA durch AT&T Inc. vertrieben wird, und Storm, das in den Filialen von Verizon Wireless zu haben ist. Der BlackBerry Bold fand in der Fachpresse besonders wegen seines Displays und guter Multimedia- Fähigkeiten Anklang. Der kostengünstigere BlackBerry Storm ähnelt optisch dem iPhone. Wie das Apple-Handy verfügt er statt einer Tastatur über einen Touchscreen. Beide Produkte verkauften sich "besser als erwartet, sagte RIM-Vorstandschef Jim Balsillie. In Europa und Kanada wurden die Smartphones bereits zwei Monate früher eingeführt.

"Richtig gut"
Der US-Vermögensverwalter Pacific Crest Securities nennt die Umsatzentwicklung bei Research in Motion "richtig gut". Das Unternehmen habe noch immer alle Hände voll zu tun, um die Nachfrage nach den Geräten Storm und Bold zu decken, sagt Analyst James Faucette. Die Zahl der Blackberry-Besitzer stieg im vergangenen Quartal um 2,6 Millionen. Insgesamt verwenden inzwischen rund 21 Millionen Nutzer die Smartphones, um Emails zu schreiben, Börsenkurse abzurufen und zu telefonieren.

Der Nettogewinn von RIM stieg im Quartal bis 29. November um sieben Prozent auf 396,3 Millionen Dollar. Im laufenden vierten Quartal will das Unternehmen aus Waterloo, Ontario, bis zu acht Millionen Smartphones verkaufen. Der Umsatz werde bei 3,3 Mrd. bis 3,5 Milliarden Dollar liegen, teilte das Management mit. Analysten hatten im Mittel mit drei Milliarden Dollar gerechnet.

Marge gering
Einen Wermutstropfen im Geschäft sehen Experten allerdings in der Margenentwicklung. Das Unternehmen erwartet im vierten Quartal eine Bruttomarge von 40 bis 41 Prozent. Vor einem Jahr hatte der Umsatzanteil, der nach Abzug der Produktionskosten übrig bleibt, noch bei 51,4 Prozent gelegen. Die rückläufige Rentabilität ist die Schattenseite der Strategie, nach den Preissenkungen beim iPhone von Apple ebenfalls preisgünstigere Modelle auf den Markt zu bringen. "Die Margen sind ein Grund zur Sorge", sagt Analyst Faucette. "Es ist schwer vorstellbar, wie sich die Margen wieder erholen sollen."

Börse reagiert
An der Frankfurter Börse überwogen in Reaktion auf die Quartalsbilanz die Verkaufsorders. Der Aktienkurs lag am Freitagvormittag 1,4 Prozent im Minus. Im nachbörslichen US- Handel hatten die Titel am Donnerstagabend leicht zugelegt. Seit Jahresbeginn hat die Aktie von Research in Motion zwei Drittel ihres Wertes eingebüßt. Die Titel von Palm sackten am Freitag mehr als zehn Prozent ins Minus, da Hoffnungen der Anleger auf positive Nachrichten enttäuscht wurden. Am Vortag hatte der Aktienkurs 12,5 Prozent zugelegt. Gegenüber dem Jahresanfang notiert die Palm-Aktie 67 Prozent niedriger.

Quelle: http://www.boerse-express.com/pages/731205

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(BE / )


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