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Yahoo lehnt Kaufangebot ab

 

Der ehemalige AOL-Chef Jonathan Miller wollte mit Yahoo verhandeln.

(Sunnyvale, 4.12.2008) Die Zukunft von Yahoo bleibt ungewiss: Yahoo-Direktor Carl Icahn hat in einem Interview mit dem Sender CNBC den Verkauf des Unternehmens an den früheren AOL-Chef Jonathan Miller abgelehnt.

Gebotener Kaufpreis zu gering

Laut Icahn entspricht der von Miller gebotene Kaufpreis von 20 bis 22 Dollar pro Aktie nicht dem Wert des Unternehmens. Microsoft hatte noch Anfang Mai über 300 Dollar pro Aktie geboten, seine Offerte dann aber zurückgezogen. Die Yahoo-Aktie kostete gestern zum Börsenschluss 11,50 Dollar (8,95 Euro). Millers Preis würde Yahoo insgesamt mit 28 bis 30 Milliarden Dollar bewerten. Angesichts der Finanzkrise, in der Banken nur schwerlich Kredite vergeben, dürfte es für Miller mühsam werden, Finanzmittel aufzutreiben. Icahn lehnte dem Bericht von CNBC zufolge auch einen Teilverkauf des Unternehmens ab.

Mehr Druck auf Microsoft

Millers Angebot könnte den Druck auf Microsoft erhöhen und zugleich die Yahoo-Aktie wieder nach oben treiben. Nach dem Scheitern des Werbeabkommens zwischen Google und Yahoo hatte Yahoo-CEO Jerry Yang ein weiteres Kaufangebot von Microsoft erwartet, jedoch eine klare Absage erhalten. Vor einigen Tagen ist Mitbegründer Jerry Yang als Konzernchef zurückgetreten.

Übernahmeverhandlungen mit AOL

Laut Medienberichten verhandelt Yahoo derzeit mit dem Wettbewerber AOL - Millers früherem Arbeitgeber - über eine mögliche Übernahme. Yahoo könnte von AOL das Portal-und Werbegeschäft übernehmen und die AOL-Mutter Time Warner dafür am neuen Konzern beteiligen.

( )

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