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Nemsic: Reaktion auf Stellenabbau-Kritik

 

"Es gibt ein Recht auf Arbeit, aber kein Recht auf einen bestimmten Sessel in einer bestimmten Firma"

(Wien, 20.11.2008) Telekom-Chef Boris Nemsic hat auf die heftige Kritik an seinem Plan, 2.500 Jobs von Beamten zu streichen, reagiert. "Es gibt ein Recht auf Arbeit, aber kein Recht auf einen bestimmten Sessel in einer bestimmten Firma. Wir bemühen uns seit langem, den Betroffenen mit Umschulung, Beratung, Jobbörse usw. zu helfen. Aber alles wurde von der Personalvertretung konsequent verhindert", wettert er in einem Interview mit dem neuen "Format" (Freitag) gegen den Betriebsrat.

Er, so Nemsic weiter, könne sich vorstellen, dass bisheriges Telekom-Personal zur Polizei wechselt: "Ich spreche lieber von einem Arbeitsmarktservice für Beamte, das Leute aus staatsnahen Betrieben im Umfeld des Bundes vermittelt: zum Beispiel zur Polizei. Für die Menschen wäre das viel besser, als zu Hause zu sitzen. Aber auch diese Lösung wurde mit teilweise brutalen Methoden niedergeschmettert."

Dem Vorwurf der Gewerkschaft, ihm falle ausser Job-Streichungen nichts ein, widerspricht Nemsic: "Wir haben uns jahrelang sehr angestrengt und viele Innovationen gebracht. Personal zu kürzen ist wirklich die letzte Maßnahme. Aber ich habe keinen Zauberstab, mit dem ich Jobs retten kann, die es nicht mehr gibt." Nemsic wurde bei jüngsten Demonstrationen als "Arbeitsplatzvernichter" angeprangert.

Konzernchef Nemsic, der vor drei Monaten die Festnetzsparte selbst übernahm, spart im "Format"-Interview auch nicht mit Kritik an seinem dortigen Vorgänger: "Ich muss jetzt die Versäumnisse der letzten vier Jahre ausbügeln. Es ist vier Jahre nichts beim Personal passiert, nichts bei den Strukturen. Deswegen müssen die Programme jetzt leider härter ausfallen."

Die verbleibenden Jobs bei der Telekom sieht Nemsic abgesichert. "Mit dem Abbau von 2.500 Stellen will ich den verbleibenden knapp 7.000 Mitarbeitern langfristig eine berufliche Heimat sichern."

Quelle: http://www.boerse-express.com/pages/722333

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(BE / )


Reaktionen auf diesen Artikel

Wer glaubt denn an den Weihnachtsmann?
Dass uns Politiker Glauben machen wollen, sie könnten absolute Sicherheit schaffen ist unseriös, aber üblich. Dass es Menschen gibt, die den Unfug glauben, ist bedauerlich. Dass es Leserbriefschreiber gibt, die noch immer nicht erkennen, dass sie belogen wurden, ist deprimierend. Das Leben ist Wandel. Das Leben zu ignorieren ist töricht. Um das zu erkennen, braucht man kein Wirtschaftswissenschaftler sein.
  Dieter Hellepart - 2008-11-22
  Antworten >>

geh Heim
Er müsse den Hut nehmen,dann könnten50 Arbeiter weiter arbeiten und die Familie versorgen!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
  Franz - 2008-11-21
  Antworten >>

Frage - (1)
Eine Frage an Herrn Nemsic, den Leider-Nein-Zauberer:

Wie hoch ist der Marktanteil bei AON-Alarm-Services und AON-TV. Ich wohne in einer Gegend, wo bereits mehrals eingebrochen wurde, sehe von 10 Alarmanlagen nur zwei von AON. Zufall oder schlechtes Marketing ?
  Fischer - 2008-11-21
  Antworten >>

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  tkrwqlsj - 2013-09-17

Nemsic
So spricht jemand der von Betriebswirtschaft nicht viel versteht!
  Halder Franz - 2008-11-21
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Nemsic: Reaktion auf Stellenabbau-Kritik - (2)
Es ist leider so ...
Um ein Betrieb um zu bringen, braucht es ein Betriebsrat...
  Ronald Bron - 2008-11-21
  Antworten >>

keine ahnung was wirklich los ist
wenn ich mir vorstelle das die TA absichtlich umsätze die wir voriges jahr einstreiften heuer vernichten mit der begründung - wir müssen sparen und uns auf unternehmensberater ausreden die auch nur mit den zahlen arbeiten die ihnen gezeigt werden stellen sich alle haare auf.
hier wird absichtlich versucht aufzuzeigen die situation des festnetzes - die notwendigen investitionen die die TA machen müsste und nicht machen will weil es ja kurz darauf den alternativen um wenig geld überlassen werden muss und jetz wird versucht über die politische ebene den druck aufzubauen - und dasalle über menschen die nichts dafür können und einen ausgezeichneten job bis jetzt erledigen durften und sogar noch performanceprämienb dafür bekommen haben - bitte denken!!!
  TA ler - 2008-11-21

Schwachsinn
Wer zuerst beamte einstellt und ihnen im Verhältnis zur Privatindustrie wenig zahlt, muss auch die verträge einhalten. Und die sind nun einmal Arbeitsplatzsicherheit und Kündigungsschutz.
Wenn nun auf Einhaltung von Verträgen gepocht wird, ist plötzlich der BETRIEBSRAT schuld?
Bisserl a schwachsinnige Ansicht, Hr. Bron.
  Kurt - 2008-11-21



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