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China will Internetsucht offiziell als Krankheit anerkennen

 

Psychologen legen dem Gesundheitsministerium in Peking ein neues Diagnosehandbuch vor.

(Peking, 11.11.2008) Vom allgemeinen Militärkrankenhaus in Peking wurden 1300 problematische Computernutzer untersucht und anschließend ein neues Diagnosehandbuch zur Internetsucht veröffentlicht, das nun dem Gesundheitsministerium vorgelegt wurde. Laut Daily China werden User, die täglich mehr als sechs Stunden online sind anstatt zu lernen oder zu arbeiten, als süchtig eingestuft, wenn sie eines der folgenden Symptome aufweisen: geistiger oder körperlicher Stress, Konzentrations- oder Schlafstörungen, den Drang, online zu gehen. Tao Ran vom Militärkrankenhaus geht davon aus, dass etwa 80 Prozent der Internetsüchtigen therapierbar sind.

Sollte das chinesische Gesundheitsministerium das Diagnosehandbuch offiziell genehmigen, wäre China das erste Land, in dem Internetsucht als klinische Krankheit wie Spiel- oder Alkoholsucht anerkannt wird.

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